Der Wandel – Lieblingsmensch
Ein Mensch kann erleben, dass sich sein Lieblingsmensch plötzlich in jemanden verwandelt, den er nicht wiedererkennt. Aus Nähe entsteht Distanz, aus Vertrauen Unsicherheit, aus Wärme Kälte. Es zeigen sich Verhaltensweisen, die zuvor undenkbar waren – geprägt von eigenen Ängsten, Konflikten und einer Kommunikation, die mehr Mauern baut als Brücken.
Die Erkenntnis daraus: Liebe schützt nicht vor Enttäuschung. Ein Lieblingsmensch kann Grenzen überschreiten, Verantwortung abwälzen oder Erwartungen brechen, nicht aus Bosheit, sondern weil er seinen eigenen inneren Kampf führt.
Und am Ende bleibt diese Wahrheit: Enttäuschung ist oft das Ende einer Täuschung. Der Mensch erkennt die Fassade, die Überforderung und das verlorene Gleichgewicht des anderen – und begreift, dass selbst das Wertvollste zerbrechen kann, wenn einer von beiden sich selbst verliert.
Bedenke: Auch du selbst bist ein Lieblingsmensch! Somit gelten diese Veränderungen auch für dich selbst.

Der Mensch ist nicht von Natur aus böse?!
Der Psychoanalytiker Alfred Adler glaubte, der Mensch sei nicht von Natur aus böse, sondern könne sich ändern, wenn er von irrtümlichen Ansichten über das Leben abweiche, wie in der LinkedIn-Post der Akademie für Individualpsychologie ausgeführt wird.
Immanuel Kant bezeichnete das Böse als „radikales Böses“, das nicht durch eine böse Triebfeder, sondern durch eine „Verkehrtheit des menschlichen Herzens“ entstehe, bei der die Selbstliebe über das moralische Gesetz gestellt wird, so diese YouTube-Video-Zusammenfassung. Das Böse ist für Kant somit zwar „angeboren“, aber immer von uns selbst zugezogen und durch unsere freie Wahl bedingt.
Jean-Jacques Rousseau argumentierte, dass der Mensch im Naturzustand weder gut noch schlecht sei, da er keine moralischen Beziehungen und Pflichten kannte. Das Böse entstehe erst durch soziale Strukturen, so Wikipedia.

